Zahnkrone: Arten, Kosten, Ablauf und Haltbarkeit 2026

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Ob nach einer Wurzelbehandlung, einem Zahnbruch oder stark zerstörter Zahnsubstanz durch Karies: Eine Zahnkrone ist häufig die beste Lösung, um einen Zahn dauerhaft zu schützen und seine Funktion wiederherzustellen. Sie überkront den gesamten sichtbaren Zahnanteil und gibt ihm neue Stabilität.

Doch welche Kronenart ist die richtige? Was kostet eine Zahnkrone und was zahlt die Krankenkasse? Wie lange hält sie und worauf muss man nach dem Einsetzen achten? Diese Fragen stellen sich viele Patienten, bevor sie sich für eine Behandlung entscheiden.

In diesem Artikel findest du alle Antworten: von den verschiedenen Kronenarten über den Behandlungsablauf bis hin zu Kosten, Krankenkassenzuschüssen und Pflegetipps für eine lange Haltbarkeit.

Was ist eine Zahnkrone und wann braucht man sie?

Eine Zahnkrone ist eine künstliche Überkappung, die den gesamten sichtbaren Teil eines Zahnes umschließt. Sie wird wie eine Haube über den beschliffenen natürlichen Zahn gesteckt und fest zementiert. Damit ersetzt sie die ursprüngliche Zahnkrone vollständig und gibt dem Zahn neue Stabilität, Funktion und Ästhetik. Eine Zahnkrone ist keine Füllung, die nur einen Teil des Zahnes repariert, sondern eine Vollversorgung des gesamten Zahnes oberhalb des Zahnfleisches.

Im Gegensatz zu einer Füllung schützt die Krone den Zahn rundum und verhindert, dass er durch weitere Belastung abbricht. Sie ist deshalb die bevorzugte Lösung wenn die verbleibende Zahnsubstanz zu gering ist, um eine dauerhafte Füllung zu tragen.

Indikation Warum eine Krone sinnvoll ist
Stark zerstörter Zahn durch Karies Zu wenig gesunde Zahnsubstanz für eine Füllung, Krone schützt den Restzahn dauerhaft
Nach einer Wurzelbehandlung Wurzelbehandelte Zähne werden spröde und bruchgefährdet, eine Krone schützt sie vor dem Abbrechen
Gebrochener oder abgebrochener Zahn Wenn ein Bruch zu groß für eine Füllung ist, stellt die Krone die vollständige Form wieder her
Zähneknirschen (Bruxismus) Stark abgenutzte Zähne durch Knirschen können mit Kronen wiederaufgebaut und geschützt werden
Implantatversorgung Eine Krone auf einem Implantat ersetzt einen fehlenden Zahn vollständig und funktional
Ästhetische Korrekturen Stark verfärbte, fehlgeformte oder unregelmäßige Zähne können mit einer Krone optisch verbessert werden

Eine Zahnkrone ist immer dann die richtige Wahl, wenn der natürliche Zahn erhalten werden kann aber nicht mehr ausreichend Substanz vorhanden ist, um ihn ohne zusätzlichen Schutz dauerhaft zu belasten. Die Entscheidung ob eine Krone notwendig ist trifft der Zahnarzt nach einer gründlichen Untersuchung und gegebenenfalls einem Röntgenbild.

Zahnkrone Arten: Welche Varianten gibt es?

Nicht jede Zahnkrone ist gleich. Je nach Zahnposition, Ausmaß des Schadens, ästhetischen Ansprüchen und Budget gibt es verschiedene Kronenarten, die sich in Material, Herstellung und Einsatzbereich unterscheiden. Der Zahnarzt empfiehlt die passende Variante nach einer gründlichen Untersuchung.

Kronenart Material Kosten (ca.) Haltbarkeit
Vollgusskrone (Metallkrone) Metall (Gold oder Nichtedelmetall) 300 bis 500 Euro 10 bis 20 Jahre
Verblendkrone Metallgerüst mit Keramikverblendung 400 bis 1.000 Euro 10 bis 15 Jahre
Vollkeramikkrone Vollkeramik, metallfrei 700 bis 1.000 Euro 10 bis 15 Jahre
Zirkonkrone Zirkonoxid, metallfrei, sehr hart 700 bis 1.200 Euro 15 bis 20 Jahre
Teilkrone Keramik oder Gold, bedeckt nur Teil des Zahnes 400 bis 900 Euro 10 bis 15 Jahre
Teleskopkrone Doppelkronensystem für herausnehmbare Prothesen 600 bis 1.250 Euro 10 bis 15 Jahre
Stiftkrone Krone auf einem Stift im Wurzelkanal 400 bis 1.000 Euro 10 bis 15 Jahre
Provisorische Krone Kunststoff, temporäre Übergangslösung Im Behandlungspreis enthalten 1 bis 6 Monate

Vollgusskrone: Die günstigste und langlebigste Option. Sie besteht vollständig aus Metall und ist besonders widerstandsfähig gegen hohe Kaukräfte. Im Seitenzahnbereich wo sie nicht sichtbar ist eine bewährte und kostengünstige Wahl. Im sichtbaren Bereich jedoch unästhetisch.

Zirkonkrone: Der aktuelle Goldstandard in der modernen Zahnmedizin. Zirkonoxid ist außergewöhnlich hart, metallfrei und besitzt eine natürliche Lichtdurchlässigkeit die dem echten Zahnschmelz sehr ähnlich ist. Sie eignet sich für alle Zahnpositionen und ist besonders für Patienten mit Metallunverträglichkeiten geeignet.

Stiftkrone: Eine Sonderform, die eingesetzt wird wenn von einem Zahn nur noch die Wurzel vorhanden ist. Ein Stift wird in den Wurzelkanal eingesetzt und dient als Verankerung für die Krone. Sie ermöglicht den Zahnerhalt auch bei minimalster verbliebener Zahnsubstanz.

Welche Kronenart ist die richtige für mich?

Die Wahl der richtigen Kronenart hängt von mehreren Faktoren ab: der Zahnposition, dem Ausmaß des Schadens, ästhetischen Wünschen, möglichen Unverträglichkeiten und dem Budget. Die folgende Übersicht hilft dir dabei, die passende Option einzugrenzen.

Situation Empfohlene Kronenart Begründung
Seitenzahn, günstigste Option Vollgusskrone (Metallkrone) Sehr langlebig, preisgünstig, hohe Belastbarkeit im Kaubereich
Frontzahn oder sichtbarer Bereich Vollkeramikkrone oder Zirkonkrone Natürliche Optik, metallfrei, hohe Ästhetik
Metallunverträglichkeit Vollkeramikkrone oder Zirkonkrone Vollständig metallfreie Versorgung, biokompatibel
Hohe Kaubelastung, maximale Haltbarkeit Zirkonkrone Härtestes verfügbares Material, 15 bis 20 Jahre Haltbarkeit
Nur Wurzel noch vorhanden Stiftkrone Zahnerhalt trotz minimaler Restsubstanz möglich
Verankerung für herausnehmbare Prothese Teleskopkrone Doppelkronensystem bietet sicheren Halt für herausnehmbare Prothesen
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ästhetisch Verblendkrone Metallgerüst mit Keramikverblendung, stabiler als reine Keramik, günstiger als Zirkon

Ein häufiges Missverständnis: Viele Patienten glauben, dass die teuerste Krone immer die beste Wahl ist. Das stimmt nicht in jedem Fall. Für einen Backenzahn der nicht sichtbar ist und hohen Kaukräften ausgesetzt ist, kann eine Vollgusskrone die sinnvollere Wahl sein als eine teure Vollkeramikkrone, die unter starker Belastung eher bricht. Für einen Frontzahn hingegen ist Ästhetik entscheidend und eine Zirkon- oder Vollkeramikkrone klar vorzuziehen.

Lass dich von deinem Zahnarzt individuell beraten. Ein guter Zahnarzt erklärt dir die Vor- und Nachteile jeder Option für deine spezifische Situation und lässt dir die Entscheidung. Frage auch gezielt nach dem verwendeten Labor und den eingesetzten Materialien, da dies die Qualität und Haltbarkeit der Krone maßgeblich beeinflusst.

Ablauf der Zahnkronen-Behandlung Schritt für Schritt

Die Behandlung mit einer Zahnkrone erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Termine und dauert von der ersten Untersuchung bis zum endgültigen Einsetzen der fertigen Krone sieben bis vierzehn Tage. Wer den Ablauf kennt, weiß was ihn erwartet und kann sich besser auf die einzelnen Schritte vorbereiten.

Schritt Was passiert? Dauer
1. Untersuchung und Beratung Zahnarzt beurteilt den Zahn, erstellt Röntgenbild, bespricht Kronenarten und erstellt Heil- und Kostenplan 30 bis 60 Minuten
2. Vorbehandlung (falls nötig) Karies entfernen, Wurzelbehandlung durchführen oder Stiftaufbau einsetzen wenn nötig 1 bis 2 separate Termine
3. Beschleifen des Zahnes Der Zahn wird unter lokaler Betäubung gleichmäßig abgeschliffen damit die Krone exakt darüber passt 30 bis 60 Minuten
4. Abdruck oder digitaler Scan Präziser Abdruck oder 3D-Scan des beschliffenen Zahnes als Grundlage für die Laborherstellung 15 bis 30 Minuten
5. Provisorium einsetzen Kunststoffkrone schützt den beschliffenen Zahn während das Labor die definitive Krone anfertigt Im gleichen Termin
6. Laborherstellung Das zahntechnische Labor fertigt die individuelle Krone nach den Abdruckdaten an 5 bis 10 Werktage
7. Anprobe und Einsetzen Krone wird einprobiert, Passform und Biss werden geprüft, dann dauerhaft einzementiert 30 bis 60 Minuten
8. Kontrolle und Nachsorge Kontrolltermin nach einigen Wochen, Biss wird feinjustiert falls nötig 15 bis 30 Minuten

Das Provisorium ist ein wichtiger aber oft unterschätzter Schritt im Behandlungsablauf. Es schützt den beschliffenen Zahn vor Bakterien, Temperaturreizen und mechanischer Belastung. Außerdem ermöglicht es dem Patienten zu testen ob Form und Bisshöhe der geplanten Krone angenehm sind. Wünsche zur Anpassung können in diesem Stadium noch einfach umgesetzt werden.

In modernen Praxen mit eigenem CAD/CAM-System und Dentallabor ist es in manchen Fällen möglich, eine Krone an einem einzigen Tag herzustellen und einzusetzen. Das spart Zeit und erspart den Patienten das Tragen eines Provisoriums. Frage deinen Zahnarzt ob diese Option bei dir möglich ist.

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Was kostet eine Zahnkrone? Preisübersicht 2026

Die Kosten für eine Zahnkrone variieren je nach Material, Zahnposition, Laborkwalität und Praxis erheblich. Grundsätzlich gilt: Je hochwertiger das Material und je aufwendiger die Herstellung, desto höher der Preis. Als Orientierung kannst du mit folgenden Richtwerten rechnen:

Kronenart Kosten Deutschland (ca.) GKV Festzuschuss (ca.) Eigenanteil (ca.)
Vollgusskrone (Metallkrone) 300 bis 500 Euro ca. 240 bis 300 Euro ca. 60 bis 260 Euro
Verblendkrone 400 bis 1.000 Euro ca. 240 bis 300 Euro ca. 160 bis 760 Euro
Vollkeramikkrone 700 bis 1.000 Euro ca. 240 bis 300 Euro ca. 460 bis 760 Euro
Zirkonkrone 700 bis 1.200 Euro ca. 240 bis 300 Euro ca. 460 bis 960 Euro
Stiftkrone 400 bis 1.000 Euro ca. 240 bis 300 Euro ca. 160 bis 760 Euro
Teleskopkrone 600 bis 1.250 Euro ca. 240 bis 300 Euro ca. 360 bis 1.010 Euro

Ein konkretes Rechenbeispiel: Du benötigst eine Zirkonkrone für einen Frontzahn. Die Gesamtkosten betragen 950 Euro. Die GKV übernimmt den Festzuschuss für die Regelversorgung von ca. 300 Euro. Mit einem 10 Jahre lückenlosen Bonusheft erhöht sich dieser Zuschuss auf 75 Prozent der Regelversorgung, also ca. 375 Euro. Dein Eigenanteil beträgt damit ca. 575 Euro statt 650 Euro ohne Bonusheft.

Weitere Kosten die beim Zahnkronen-Preis häufig nicht einkalkuliert werden:

Zusatzleistung Kosten (ca.)
Stiftaufbau vor der Krone 100 bis 300 Euro
Wurzelbehandlung vor der Krone 200 bis 2.500 Euro
Provisorische Krone Meist im Behandlungspreis enthalten
Digitaler 3D-Scan statt Abdruck 50 bis 150 Euro zusätzlich

Tipp: Lass dir vor der Behandlung immer einen schriftlichen Heil- und Kostenplan aushändigen und reiche ihn bei deiner Krankenkasse ein. Erst wenn du den genauen Zuschuss kennst, kannst du entscheiden welche Kronenart du wählen möchtest und ob du mehrere Angebote vergleichen willst.

Was zahlt die Krankenkasse bei einer Zahnkrone?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei einer Zahnkrone keinen festen Prozentsatz der tatsächlichen Rechnung, sondern zahlt einen befundorientierten Festzuschuss. Dieser basiert auf der kostengünstigsten medizinisch ausreichenden Versorgung, der sogenannten Regelversorgung. Wer sich für eine hochwertigere Krone entscheidet, trägt den Mehrpreis selbst.

Bonusheft-Status GKV-Zuschuss Beispiel: Regelversorgung 400 Euro
Kein Bonusheft 60 Prozent 240 Euro Zuschuss, 160 Euro Eigenanteil
5 Jahre lückenlos 70 Prozent 280 Euro Zuschuss, 120 Euro Eigenanteil
10 Jahre lückenlos 75 Prozent 300 Euro Zuschuss, 100 Euro Eigenanteil
Härtefall Bis zu 100 Prozent der Regelversorgung Vollständige Übernahme der Regelversorgungskosten möglich

Was die GKV bei der Zahnkrone konkret zahlt und was nicht:

Leistung GKV-Leistung
Metallkrone als Regelversorgung Festzuschuss 60 bis 75 Prozent je nach Bonusheft
Vollkeramik- oder Zirkonkrone Nur Festzuschuss für Regelversorgung, Mehrpreis selbst tragen
Wurzelbehandlung vor der Krone Basisbehandlung von GKV übernommen, maschinelle Aufbereitung privat
Stiftaufbau vor der Krone Einfacher Aufbau übernommen, hochwertige Varianten privat
Provisorische Krone In der Regel im Behandlungspreis enthalten

Der wichtigste Tipp zum GKV-Zuschuss: Reiche den Heil- und Kostenplan vor Behandlungsbeginn bei deiner Krankenkasse ein. Du erhältst dann eine schriftliche Bestätigung des genauen Zuschusses. Erst danach solltest du mit der Behandlung beginnen. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert dass der Zuschuss nachträglich anders ausfällt als erwartet.

Zahnkrone und Zahnzusatzversicherung: Lohnt es sich?

Da der GKV-Festzuschuss häufig nur einen Teil der tatsächlichen Kronenkosten abdeckt, kann eine Zahnzusatzversicherung den verbleibenden Eigenanteil erheblich reduzieren. Gerade bei hochwertigen Versorgungen wie Vollkeramik- oder Zirkonkronen summiert sich der Eigenanteil schnell auf mehrere hundert Euro. Eine gute Zahnzusatzversicherung übernimmt davon 75 bis 100 Prozent.

Beispielrechnung Ohne Zusatzversicherung Mit Zusatzversicherung (80%)
Zirkonkrone (950 Euro) Eigenanteil ca. 650 Euro Eigenanteil ca. 130 Euro
Vollkeramikkrone (850 Euro) Eigenanteil ca. 550 Euro Eigenanteil ca. 110 Euro
Verblendkrone (700 Euro) Eigenanteil ca. 400 Euro Eigenanteil ca. 80 Euro

Beim Vergleich von Zahnzusatzversicherungen für Zahnkronen solltest du auf folgende Punkte achten:

Kriterium Was du prüfen solltest
Erstattungssatz Mindestens 75 Prozent des Eigenanteils, besser 90 bis 100 Prozent
Berechnungsgrundlage Erstattung auf Basis der Gesamtrechnung ist besser als auf Basis des GKV-Festzuschusses
Jährliche Höchstgrenze Mindestens 1.000 Euro im ersten Jahr, besser unbegrenzt oder gestaffelt steigend
Wartezeit Viele Tarife haben 3 bis 8 Monate Wartezeit für Zahnersatz. Tarife ohne Wartezeit bevorzugen
Vorerkrankungen Bereits geplante Behandlungen werden häufig ausgeschlossen. Abschluss vor Behandlungsbedarf ist entscheidend

Die Zahnzusatzversicherung lohnt sich besonders dann, wenn du sie frühzeitig abschließt, bevor ein konkreter Behandlungsbedarf entsteht. Wer erst dann handelt wenn der Zahnarzt bereits eine Krone empfiehlt, muss mit Wartezeiten und Ausschlüssen rechnen. Wer hingegen vorausschauend plant und einen guten Tarif wählt, kann über die Jahre bei mehreren Kronen einen erheblichen Betrag sparen.

Wie lange hält eine Zahnkrone? Haltbarkeit und Pflege

Eine Zahnkrone ist eine langfristige Investition. Mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Zahnarztkontrollen kann sie viele Jahre oder sogar Jahrzehnte halten. Die Haltbarkeit hängt vom gewählten Material, der Qualität der Herstellung und dem persönlichen Pflegeverhalten ab.

Kronenart Durchschnittliche Haltbarkeit Mit optimaler Pflege
Vollgusskrone (Metallkrone) 10 bis 20 Jahre Oft lebenslang möglich
Verblendkrone 10 bis 15 Jahre Bis zu 20 Jahre möglich
Vollkeramikkrone 10 bis 15 Jahre Bis zu 20 Jahre möglich
Zirkonkrone 15 bis 20 Jahre Oft lebenslang möglich
Provisorische Krone 1 bis 6 Monate Nur als Übergangslösung gedacht

Die wichtigsten Faktoren die die Haltbarkeit einer Zahnkrone beeinflussen:

Faktor Einfluss auf die Lebensdauer
Tägliche Zahnpflege Zweimal täglich Zähneputzen und Zahnseide verhindert Karies am Kronenrand und schützt das Zahnfleisch
Professionelle Zahnreinigung Zweimal jährlich zur PZR hält Kronenränder sauber und erkennt frühzeitig Probleme
Zähneknirschen (Bruxismus) Starkes Knirschen kann Kronen beschädigen oder absprengen. Aufbissschiene schützt die Versorgung
Harte Speisen und Gewohnheiten Auf Nüsse knacken, Eis beißen oder Verpackungen mit den Zähnen öffnen kann Keramikkronen beschädigen
Regelmäßige Zahnarztkontrollen Kontrollen ein bis zweimal jährlich erkennen Randspaltbildungen oder Lockerungen frühzeitig
Qualität von Material und Labor Hochwertige Materialien aus einem guten Labor halten länger als günstige Importlösungen

Ein besonderer Schwachpunkt jeder Zahnkrone ist der Kronenrand, also der Übergang zwischen Krone und natürlichem Zahn am Zahnfleisch. Hier kann sich Bakterienbelag ansammeln und Karies am Restzahn entstehen. Wer diesen Bereich täglich sorgfältig mit Zahnseide reinigt und regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung geht, schützt nicht nur die Krone selbst, sondern auch den darunter liegenden Zahn dauerhaft.

Fazit: Zahnkrone als langfristige Investition in die Zahngesundheit

Eine Zahnkrone ist weit mehr als nur eine ästhetische Lösung. Sie schützt einen beschädigten Zahn dauerhaft, stellt seine volle Funktion wieder her und kann bei guter Pflege viele Jahre oder Jahrzehnte halten. Wer rechtzeitig handelt und sich gut informiert, trifft die beste Entscheidung für seine Zahngesundheit und seinen Geldbeutel.

Die Wahl der richtigen Kronenart hängt von der Zahnposition, dem Ausmaß des Schadens und den persönlichen Wünschen ab. Für Frontzähne ist die Zirkon- oder Vollkeramikkrone die beste Wahl. Für Seitenzähne kann eine Metallkrone die langlebigste und günstigste Option sein. Lass dich von deinem Zahnarzt individuell beraten und hole bei größeren Behandlungen eine Zweitmeinung ein.

Schritt Was du jetzt tun solltest
1. Heil- und Kostenplan beim Zahnarzt anfordern und bei der Krankenkasse einreichen
2. Bonusheft prüfen: Sind alle Vorsorgebesuche lückenlos dokumentiert?
3. Angebote mehrerer Praxen vergleichen, Preise können bis zu 30 Prozent abweichen
4. Zahnzusatzversicherung prüfen oder frühzeitig abschließen bevor Behandlungsbedarf entsteht
5. Nach dem Einsetzen: Regelmäßige Pflege, PZR und Kontrollen sichern die lange Haltbarkeit

Eine Zahnkrone ist keine Entscheidung die man überstürzen sollte. Nimm dir die Zeit die richtige Kronenart zu wählen, informiere dich über die Kosten und nutze alle Möglichkeiten um den Eigenanteil zu reduzieren. Dein Zahn wird es dir danken.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Zahnkrone

Eine Zahnkrone ist eine künstliche Überkappung die den gesamten sichtbaren Zahnanteil umschließt und dauerhaft zementiert wird. Sie wird benötigt wenn ein Zahn durch Karies stark zerstört ist, nach einer Wurzelbehandlung bruchgefährdet ist, abgebrochen ist, durch Zähneknirschen abgenutzt wurde oder als Krone auf einem Implantat dient. Sie schützt den Restzahn rundum und stellt seine volle Funktion wieder her.
Die Kosten hängen vom Material ab. Eine Metallkrone kostet 300 bis 500 Euro, eine Verblendkrone 400 bis 1.000 Euro, eine Vollkeramikkrone 700 bis 1.000 Euro und eine Zirkonkrone 700 bis 1.200 Euro. Hinzu kommen mögliche Zusatzkosten für Wurzelbehandlung oder Stiftaufbau. Die GKV übernimmt einen Festzuschuss von 60 bis 75 Prozent der Regelversorgung je nach Bonusheft-Status.
Das hängt von der Zahnposition und den individuellen Anforderungen ab. Für Frontzähne ist die Zirkonkrone die beste Wahl: metallfrei, natürliche Optik, sehr langlebig (15 bis 20 Jahre). Für Seitenzähne kann eine Metallkrone die dauerhafteste und günstigste Option sein. Vollkeramikkronen bieten einen guten Kompromiss aus Ästhetik und Stabilität für alle Zahnpositionen.
Eine Metallkrone hält 10 bis 20 Jahre, Vollkeramik- und Verblendkronen 10 bis 15 Jahre und Zirkonkronen 15 bis 20 Jahre. Mit optimaler Pflege, regelmäßigen Kontrollen und professioneller Zahnreinigung sind auch längere Haltbarkeiten möglich. Die größte Gefahr für die Haltbarkeit ist Karies am Kronenrand, Zähneknirschen und mangelnde Zahnpflege.
Die Behandlung dauert 7 bis 14 Tage und umfasst: Untersuchung und Heil- und Kostenplan, Beschleifen des Zahnes unter Betäubung, Abdrucknahme oder 3D-Scan, Einsetzen eines Provisoriums, Laborherstellung der definitiven Krone (5 bis 10 Werktage), Anprobe und endgültiges Einzementieren sowie einen Kontrolltermin nach einigen Wochen. In modernen Praxen mit eigenem Labor ist eine Krone manchmal auch an einem einzigen Tag möglich.
Die GKV zahlt einen befundorientierten Festzuschuss für die Regelversorgung. Ohne Bonusheft sind das 60 Prozent, mit 5 Jahren lückenlosem Bonusheft 70 Prozent und mit 10 Jahren 75 Prozent. Bei einer Regelversorgung von 400 Euro macht das einen Unterschied von bis zu 60 Euro allein durch das Bonusheft. Hochwertigere Kronen wie Zirkon werden nur mit dem Regelversorgungszuschuss bezuschusst, den Mehrpreis trägt der Patient selbst.
Ja, in den meisten Fällen. Ein guter Tarif übernimmt 75 bis 100 Prozent des Eigenanteils. Bei einer Zirkonkrone mit einem Eigenanteil von 650 Euro erstattet eine Versicherung mit 80 Prozent Leistung 520 Euro. Bei mehreren Kronen über die Jahre summiert sich die Ersparnis erheblich. Wichtig: Den Tarif abschließen bevor ein konkreter Behandlungsbedarf besteht, da sonst Wartezeiten und Ausschlüsse greifen.
Ja, in seltenen Fällen kann eine Zahnkrone sich lösen, zum Beispiel wenn der Zement altert oder der Zahn darunter durch Karies geschwächt wird. Wenn die Krone sich löst, sollte sie aufbewahrt und so schnell wie möglich zum Zahnarzt gegangen werden. Oft kann die Krone wieder einzementiert werden. Bis zum Zahnarzttermin keine klebrigen Speisen essen und den freiliegenden Zahnstumpf schonen.
Nein. Der Zahn wird vor dem Beschleifen mit einer lokalen Betäubung vollständig unempfindlich gemacht. Der Eingriff selbst ist schmerzfrei. Nach dem Abklingen der Betäubung kann der Zahn für einige Stunden leicht empfindlich sein, was sich in der Regel schnell legt. Das Provisorium schützt den beschliffenen Zahn bis zur definitiven Krone.
Ein Inlay ist eine Art Einlagefüllung die nur einen Teil des Zahnes ersetzt und in den Zahn eingesetzt wird. Eine Krone überkront den gesamten sichtbaren Zahnanteil von außen. Das Inlay ist weniger invasiv da weniger Zahnsubstanz abgetragen wird, eignet sich aber nur bei mittleren Defekten. Bei stark zerstörtem Zahn oder nach einer Wurzelbehandlung ist die Krone die sicherere und dauerhaftere Lösung.
Porträt des Autors Dr. Andrea Ohneseit

Über die Autorin

Mein Name ist Dr. med. dent. Andrea Ohneseit, und ich arbeite seit vielen Jahren als Zahnärztin und Oralchirurgin. In meiner täglichen Praxis erlebe ich, wie wichtig verständliche Aufklärung und frühzeitige Vorsorge für die Zahngesundheit sind.

In meinen Beiträgen zeige ich dir, wie du deine Zähne langfristig gesund hältst und Behandlungen besser verstehst. Ich erkläre typische Beschwerden, Abläufe und Möglichkeiten klar und praxisnah.

Mein Ziel ist es, dir Sicherheit zu geben, Fragen zu klären und dich dabei zu unterstützen, gute Entscheidungen für deine Zahngesundheit zu treffen.

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